Der Ursprung des Gartenhäuschens liegt in den alten Hochkulturen, in welchen bereits Gartenhäuser zur Aufbewahrung der Gerätschaften erbaut wurden. Auch bei den Persern gab es eine hochentwickelte
Gartenkultur bei der die Gartenhäuschen unmittelbar in die Ausgestaltung der Gärten miteinbezogen wurden. Bereits 2000 v. Chr. wurden von den Ägyptern Laubhütten in ihren Gärten aufgestellt, wie Ausgrabungen bewiesen. Auch die Griechen der Antike erbauten neben den Nutzgärten rießige Parkanlagen, in welche kleine luftige Gartenhäuser gestellt wurden. In jener Zeit fanden diese ihren Nutzen aber eher im Zusammentreffen von Plauderrunden. Japan und
China bauten die Gartenhäuser vorwiegend aus Holz oder Bambus. Sie dienten ihnen zum Rückzug bei kreativen Beschäftigungen oder zum geselligen Beisammensein mit feucht-fröhlichen Trinkgelagen.
In
Europa entstanden die ersten Gartenhäuser erst im späten Mittelalter. Sie wurden vorwiegend aus Stein erbaut und waren manchmal sogar zweistöckig. Ausserdem wurden Gartenhäuser damals nicht nur zur Unterbringung der Gartengerätschaften verwendet, sondern auch häufig dem Personal als Unterkunft zur Verfügung gestellt. Aber ebenso als Zusammenkunft für romantische Treffen wurden die Gartenhäuschen genutzt. Während Gartenhäuser in der Gründerzeit eher rustikal erbaut wurden, erstellte man im Jugendstil Gartenhäuser aus einer Mischung von Stein und Holz und schmückte sie mit bunten Glasfenstern. Viele Künstler benutzten damals die Gartenhäuser als Atelier. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in Berlin die ersten Kleingärten, um der ärmeren Bevölkerung eine Selbstversorgung zu ermöglichen. Die Menschen erbauten auf ihren kleinen Gärten im Anschluß kleine Gartenhäuser, um in den
Sommermonaten einen zusätzlichen Wohnraum zu erlangen.