Obwohl ich nur wenig Geld zur Verfügung habe, gehe ich recht sorglos damit um. Ich gebe Geld für Dinge aus, die ich eigentlich nicht brauche und komme deswegen regelmäßig in finanzielle Schwierigkeiten. Erst vor wenigen Wochen habe ich mich zum Beispiel zu einem
Online Fotokurs angemeldet und musste dafür 30 Euro bezahlen. Als ich das Angebot las, kam es mir wie ein echtes Schnäppchen vor. Ich überlegte nicht lange und schlug zu. Während des Kurses stellte ich aber schnell fest, dass ich meine Scheine auch auf die Straße hätte werfen können. Denn fast alles, was mir dort beigebracht werden sollte, kannte ich schon. Und wenn doch einmal etwas Neues dabei war, waren die Erklärungen so schlecht, dass ich nichts davon verstanden habe. Wenn man einen Fotokurs online absolviert, kann man natürlich nicht erwarten, dass man genauso viel wie bei einem richtigen Fotokurs lernt. Dennoch war ich von diesem Angebot absolut enttäuscht.
30 Euro sind nicht die Welt. Bei mir summieren sich derartige Ausgaben aber regelmäßig. Ich kaufe mir reduzierte Klamotten, nur weil sie reduziert sind und ziehe sie dann nicht an. Ich bestelle mir Bücher, weil ich einen Gutschein habe, der mir 50 Prozent Rabatt gewährt, hätte sie mir aber auch kostenlos in der Bibliothek ausleihen können. Oder ich melde mich beim Fitnessstudio an, weil es dort für Studenten besonders preiswert ist, trainiere aber nicht, weil mir dafür die Zeit fehlt.
Ich muss an meinem Verhalten unbedingt etwas ändern. Bislang konnte ich stets zu meinen Eltern gehen, wenn ich pleite war. Doch sie haben nun angekündigt, dass sie mein Verhalten nicht länger unterstützen werden. Schließlich bin ich mittlerweile in einem Alter, in dem ich eigentlich auf eigenen Beinen stehen sollte.