Beim Mieterbund findet man immer einen guten Rat. Das habe ich erst vor kurzem erfahren können - nämlich die Abwasserleitung in meinem Apartment war verstopft. Interessanterweise nicht durch mich selbst - wovon ich seit Beginn überzeugt war. Denn in die Toilette gehören keine Wattestäbchen - ebenso nicht Zeitungspapier. Das war es nämlich, was der Notdienst aus meiner (!) Toilette nach langer Arbeit herausholte. Selbstverständlich wurde ich mit dieser Rechnung zuerst belangt - doch dies akzeptierte ich nicht.
Ich wusste jedoch aus meinem Bekanntenkreis, dass es
beim Mieterbund Hilfe gibt - und nicht nur
Tipps zur Mietvertrags-Kündigung. Sondern auch den Hinweis, wie mich der freundliche Anwalt aufklärte, dass bei einem Erdgeschossapartment wie dem meinigen überhaupt nicht die Schuld festgestellt werden kann. Denn es kann nicht unterschieden werden, ob die Hauptleitung selbst oder die Individualleitungen verstopft waren - insofern ist die Rechnung nicht dem Mieter anzulasten, in dessen Wohnung die Arbeiten fällig wurden.
Interessant auch, wie mir noch geholfen wurde: Natürlich bin ich jetzt Mitglied beim Mieterbund - normalerweise soll man drei Monate vor einem Ereignis die Mitgliedschaft beginnen. Dies ist die übliche Karenzzeit bei jeder Rechtsschutzversicherung. Doch das wird niemandem zur Falle: Wer Tipps zur Mietvertrags-Kündigung braucht oder anderen Ärger mit seinem Vermieter hat - der lasse sich einfach einen Termin geben. Dann wird man den neu geschlossenen Vertrag einfach drei Monate zurückdatieren. Und schon braucht man nicht auf Hilfe zu verzichten: Denn die Damen und Herren des Juristenteams kennen das eigene Problem, bevor man es äußert. Da es Vermieter allerorten mit denselben Ideen versuchen, haben sie beinahe - mental - für jedes Anliegen schon eine Lösung.